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Über Coworking <3. Selbst ausprobieren!

Zu sagen, ich sei ein Fan von Coworking, ist untertrieben. Es gibt für mich schlichtweg keine bessere Art zu arbeiten! Umso schöner, dass Coworking im Zusammenhang mit vielen Start-Ups, Entrepreneurship und DIY gerade vielfach Thema ist. Zu Recht!

Mein früherer Coworking-Space: die Halle 8

Ich verdanke mindestens 50% meiner Note im Architekturdiplom der Halle 8. Leider gibt es sie nicht mehr – „Bachelor killed the Coworking Space“… Die Halle 8 war ein großer, heller Raum mit 18 Arbeitsplätzen und einer großartigen orangefarbenen 70er-Jahre-Couch in einem Bochumer Industriegebiet und wurde vom Architektur- und Innenarchitekturstudenten genutzt – bzw. BELEBT.

Hier habe ich fürs Leben gelernt. Kaum eine Zeit hat mich so geprägt wie diese.

Was an Coworking Spaces so toll ist und warum du es ausprobieren solltest?
  • Du glaubst nicht, wie viel leichter sich Termindruck, Nachtschichten, Abgaben, technische Probleme und sonstiger Wahnsinn ertragen lassen, wenn du nicht alleine in deinem Kämmerchen hockst.
  • Gruppenarbeit beflügelt. Orte, an denen mehrere Menschen arbeiten, schaffen ein kreatives und motivierendes Feld – und du kommst viel leichter in deine eigenen Projekte hinein.
  • Du kannst dich immer austauschen.
  • Du kannst dich immer ausheulen.
  • Du hast immer wen in der Nähe, der dir bei Fragen weiterhelfen kann oder eine Idee hat – und kommst viel schneller zu einer Lösung als alleine.
  • Es ist immer jemand da, der mit dir eine Pausenzigarette raucht, ein Feierabendbier trinkt, dir im schlimmsten Moment mit einem Mümmelmann beisteht oder weiß, wie man den Wahnsinn ins Gegenteil verkehren könnte.

Halle 8_3

  • Du lernst schnell die Balance zwischen Austausch, konzentriertem Arbeiten und Pausenzeiten kennen – und irgendwer reißt dich vom Rechner weg, wenn du es übertreibst.
  • Es ist in der Regel mehr Platz  und mehr Material verfügbar, als du zu Hause hast, und ebenso gibt es immer eine helfende Hand – und wenn´s nur für nen Daumen auf einem Knoten ist.
  • Das Niveau der Arbeiten steigt – weil ihr euch gegenseitig pusht. Auf positive Weise. Und eine Idee, die du nicht selbst nutzen kannst, ist für jemand anderen Gold wert – und dafür knackt wer anders deinen Knoten im Hirn.
  • Was du machst, ist deinen Mitarbeitern nicht egal. So haltet ihr euch gegenseitig bei der Stange. Und falls du mal drei Tage nicht auftauchst, kannst du sicher sein, dass einer nachfragt!
  • Und darüber hinaus: eine Coworking-Crew ist ein fantastisches Netzwerk. Coworking schweißt zusammen. Wir ehemaligen Halle 8ler sind heute ordentlich verstreut in alle Welt – und werden alle wehmütig, wenn wir an die Zeiten zurückdenken.
Coworking über Google Hangouts

Du hast Mitstreiter und Projektpartner, aber ihr seid nicht am gleichen Ort? Ich habe vor ein paar Wochen im Puttytribe erstmals Coworking im virtuellen Raum in Form eines Google Hangouts ausprobiert – und es klappt hervorragend!

Die Sache ist denkbar einfach: du verabredest dich zu einer bestimmten Zeit für eine bestimmte Dauer, einer schickt den Link zum Google Hangout herum, und dann können sich bis zu 10 Leute in dieser Videokonferenz versammeln (ihr braucht einen Google+ Account – Skype scheidet leider bei mehr als 2 Leuten aus, da kostenpflichtig).

Am Anfang erzählt jeder kurz, was er macht und woran er in der vereinbarten Zeit arbeiten wird. Dann geht jeder für sich an die Arbeit – und das Hangout-Fenster bleibt an! (du kannst dich „muten“, wenn du beim Arbeiten schnaufst oder m&ms kaust, aber das Video bleibt an!) Du siehst also, wenn du in die Ecke deines Monitors schielst, deine Mitstreiter beim Arbeiten. Am Ende der vereinbarten Zeit berichtet jeder, was er geschafft hat und ob er zufrieden ist – und ihr verabredet euch fürs nächste Mal.

Auch im digitalen Raum wird so die konzentrierte Arbeitsweise eines Coworking Spaces erzeugt wie „in Echt“.  Und es macht richtig Spaß! Darüber hinaus finde ich es richtig abgefahren, gemeinsam mit Leuten in Alaska, UK, Oregon und Kiel zu arbeiten – über 9 Zeitzonen hinweg!

„Coworking Huddles“, wie sie im Puttytribe heißen, bieten dir also eine geniale Art, dich zum Arbeiten zu verabreden und gemeinsam in eine Arbeitsatmosphäre abzutauchen. Du kannst es jederzeit völlig kostenlos mit ein paar Mitstreitern ausprobieren.

Neugierig geworden?

Ausprobieren! Ich freu mich auf dein Feedback!

 

...unvergessene Kugel!
…unvergessene Kugel!

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